„Wir Schülerlotsen tragen Verantwortung“

Daniel und Marten aus der 6b sind seit Juni Schülerlotsen. Sie erzählen, warum sie das machen und wie es ihnen dabei ergeht.

Marten: Als ich früher die Schülerlotsen gesehen habe, wollte ich es immer werden. Es ist cool, weil man den Kindern hilft.

Daniel: Als Schülerlotsen tragen wir Verantwortung, das finde ich toll. Ich habe mich auch dafür entschieden, weil Marten es macht.

Marten: Es war eine gute Entscheidung, ich bereue es nicht. Doof ist es natürlich, dass man so früh aufstehen muss. Aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Wir fangen schon um halb acht an, obwohl wir erst um dreiviertel beginnen müssten. Aber dann sind viele schon in der Schule, dann lohnt es sich kaum noch. Zuerst fand ich es ungerecht, dass manche Schülerlotsen zweimal in der Woche dran sind. Aber jetzt bin ich ganz froh, dass wir nur einmal lotsen müssen.

Daniel: Das frühe Aufstehen haben wir jetzt drin. Das Lotsen macht richtig viel Spaß. Hinterher beeilen wir uns immer, damit wir es rechtzeitig zum Unterricht schaffen.

Marten: Ich mag es, wenn ich auf der Straße stehe und ein Auto hält an. Sie haben Respekt.

Daniel: Einmal hatte ich sogar einen LKW.

Marten: Wenn Lehrer kommen, winken sie und lächeln. Einmal ist Frau S. mit dem Fahrrad über die Straße gefahren, da haben wir ihr gesagt, dass sie schieben muss.

Daniel: Viele Eltern bedanken sich bei uns. Die Schüler aber nie. Es sind immer dieselben Schüler, die mit dem Fahrrad über die Straße fahren. Wenn wir ihnen sagen, dass sie schieben sollen, beschimpfen sie uns.

Marten: Eine Autofahrerin hat uns einmal den Vogel gezeigt. Mir ist der Bremsweg der Autos klarer geworden. Motorradfahrer halten oft nicht an, die Autos aber schon. Einmal hatte ich Angst, weil ein Mercedes so schnell auf mich zugefahren ist. Er hat dann ganz dicht vor mir gehalten.

Daniel: Herr Haase, der Polizist, ist nett und er hilft uns. Er erklärt immer alles so, dass wir es kapieren. Beim Test haben wir alle abgesahnt.

aufgezeichnet von Gesine Wiemer