Geschichte

Die Geschichte der Ellef-Ringnes-Grundschule

Die Entstehung der Ellef-Ringnes-Grundschule hängt eng mit dem Bau der Borsigsiedlung im Jahr 1922 zusammen. Damals entstand auf dem Gelände Freester Weg/Ecke Sagemühler Steig eine Schule, aus der viele Jahre später unsere Ellef-Ringnes-Grundschule hervorging. Das ursprüngliche Schulhaus – bis 2006 Hort der Kita Hennigsdorfer Str. bzw. der ERG – wurde am 10. Oktober 1923 in Betrieb genommen: Mit einer Klasse, 16 Schülern und einem Lehrer. Schnell stieg die Schülerzahl und das Gebäude war schon einige Jahre später zu eng geworden. Es wurde nachgebessert: Nach und nach entstanden drei Baracken auf dem Schulgelände, doch mit der Fertigstellung der sogenannten Hilfswerksiedlung in den 50er Jahren stieg die Schülerzahl stetig an, die Schule platzte aus allen Nähten. 

Nach beharrlichem Drängen sowie einer Abendschaureportage über die „Barackensiedlung“ (1958) wurde im Jahr 1961 mit dem Bau einer neuen Schule begonnen und somit der Grundstein für die heutige Ellef-Ringnes-Grundschule gelegt. 1963 konnte das Gebäude bezogen werden. In den Jahren 1961 – 1996 wurde die Schule wiederum erweitert, wobei unter anderem die große Turnhalle errichtet wurde. Ihren Namen erhielt die Ellef-Ringnes-Schule am 16. November 1967. Ellef Ringnes wurde am 22. Juni 1887 als 11. Kind eines wohlhabenden Geschäftsmannes in Norwegen geboren. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er zum Initiator und Leiter der Norwegischen Hilfsaktion für Berliner Kinder. 

Mit dieser Aktion wurden rund 50.000 Kinder mit Lebensmitteln versorgt. 10.000 Kinder wurden von norwegischen Familien adoptiert und in Deutschland wurden 8 Erholungsheime für Berliner Kinder betrieben. 

Für seine Verdienste wurde Ellef Ringnes 1924 mit der Ehrenbürgerwürde der Friedrich-Wilhelm-Universität zu Berlin ausgezeichnet. Anlässlich seines 80. Geburtstages erhielt die Schule ihm zu Ehren seinen Namen. Bei diesem Festakt hielt Ellef Ringnes selbst die Ansprache. Am 2. Januar 1969 verstarb Ellef Ringnes.